
1. Einleitung: Du willst eine Webseite, aber weißt nicht, wo Du anfangen sollst
Vielleicht bist Du gerade dabei, Dein Geschäft aufzubauen. Vielleicht existiert Dein Unternehmen schon, aber Du hast keine Webseite – oder eine, die dringend ersetzt werden müsste.
Und jetzt stehst Du vor der Frage:
Wie um Himmels willen erstelle ich eigentlich eine eigene Webseite?
Du googelst ein paar Minuten – und plötzlich prasseln Begriffe wie CMS, Hosting, Domain, SEO, Baukasten, HTML, Plugins und Responsive Design auf Dich ein.
Ehrlich:
Wenn Du kein Technikmensch bist, wirkt das völlig überfordernd.
Dieser Beitrag soll Dir genau das abnehmen: Verwirrung.
Du bekommst eine klare Orientierung, einfache Erklärungen und konkrete Empfehlungen – ohne Fachchinesisch.
2. Wofür brauchst Du Deine Webseite überhaupt?
Bevor Du über Technik nachdenkst, klär erst das Wichtigste:
Was soll Deine Webseite für Dich tun?
Typische Ziele kleiner Unternehmen:
- Vertrauen aufbauen
- zeigen, was Du kannst
- neue Kunden anziehen
- Kontaktdaten bereitstellen
- Beispiele Deiner Arbeit zeigen
Wenn Du kein Online-Shop bist, keine News veröffentlichst und keine komplexen Features brauchst, wird Deine Seite vermutlich überschaubar bleiben.
Das ist gut – denn es macht alles einfacher.
3. Domain, Hosting und Webseite: schnell und verständlich erklärt
Viele werfen diese Begriffe durcheinander. Hier ist die Erklärung, die Du wirklich brauchst:
- Domain = Deine Internetadresse (z. B. www.dein-unternehmen.de)
- Hosting = der Speicherplatz im Internet
(Dort liegen Bilder, Texte und Dateien Deiner Webseite) - Webseite = das, was Menschen am Bildschirm sehen
Domain + Hosting bekommst Du von Anbietern wie all-inkl, IONOS, Strato oder netcup.
Tipp: Für kleine Webseiten reicht ein günstiges Hosting-Paket völlig aus.
4. Wie kommst Du an eine eigene Domain?
Das geht in drei Schritten:
- Wunschname aussuchen
- Beim Provider prüfen, ob der Name frei ist
- Domain registrieren – fertig
Achte darauf:
- möglichst kurze, verständliche Namen
- .de-Domain, wenn Du hauptsächlich in Deutschland aktiv bist
- keine komplizierten Kombinationen oder Abkürzungen
- keine Markenrechte verletzen
5. Welcher Provider passt zu Dir?
Für Dich zählt vor allem:
- einfacher Kundenbereich
- kostenloses SSL-Zertifikat
- ordentliche Backups
- guter Support, falls Du mal Hilfe brauchst
Einsteigerfreundlich sind:
- Strato
- all-inkl
- IONOS
- netcup
Du brauchst kein High-End-Hosting, wenn Du nur ein kleines Unternehmen hast.
6. Welche Technik passt zu Deinem Bedarf?
Es gibt drei Wege, eine Webseite zu erstellen.
Jeder hat Vor- und Nachteile – und welche Variante ideal ist, hängt davon ab, wie viel Zeit, Lust und Know-how Du mitbringst.
a) Website-Baukasten (Jimdo, Wix, IONOS)
Vorteile:
- super einfach
- keine Installation
- viele Designs verfügbar
Nachteile:
- monatliche Gebühren
- eingeschränkte Freiheit
- Du hängst komplett am Anbieter
Für wen geeignet?
Wenn Du schnell loslegen willst und keine technische Spielerei brauchst.
b) CMS wie WordPress
Vorteile:
- sehr flexibel
- erweiterbar
- ideal für Blogs oder Seiten mit vielen Unterseiten
Nachteile:
- regelmäßige Updates
- Sicherheitsrisiken
- höherer technischer Aufwand
Für wen geeignet?
Wenn Du viele Inhalte veröffentlichst oder wachsen möchtest. Weitere Details kannst Du in meinem Beitrag „Was ist eigentlich ein CMS – und wofür braucht man das als kleines Unternehmen?“ nachlesen. Auch der Beitrag „Warum CMS-Systeme oft mehr Probleme machen, als sie lösen“ kann Dir sicher noch nützliche Impulse liefern.
c) Statische HTML-Seite / Single-Page
Vorteile:
- superschnell
- sehr sicher
- keine Datenbank, kaum Wartung
- ideal für übersichtliche Unternehmensseiten
Nachteile:
- Änderungen erfolgen durch den Webdesigner oder manuell
Für wen geeignet?
Für 90 % kleiner Unternehmen, die einfach nur präsent sein wollen.
7. Solltest Du eine Agentur / Webdesigner beauftragen – oder kannst Du es selbst machen?
Das kannst Du an drei Fragen festmachen:
1. Hast Du die Zeit?
Eine Webseite ist kein 30-Minuten-Projekt.
2. Hast Du ein Gefühl für gutes Design?
Schlechte Seiten wirken unprofessionell – gute Seiten wirken vertrauenswürdig.
3. Willst Du Dich mit Technik beschäftigen?
Hosting, Bilder optimieren, Struktur planen – das ist machbar, aber eben Arbeit.
Selbst machen:
- Baukasten
- sehr einfache statische Seite
Agentur / Webdesigner:
- wenn Du professionelle Ergebnisse willst
- wenn Dir Zeit fehlt
- wenn Du Dich um nichts kümmern möchtest
8. Welche Inhalte gehören zwingend auf Deine Webseite?
Jede Unternehmensseite sollte mindestens Folgendes enthalten:
Startseite
- Was machst Du?
- Für wen arbeitest Du?
- Warum sollte jemand Dich wählen?
Über Dich / Dein Unternehmen
- ehrliche Infos
- Fotos vom Team, Büro, Werkstatt
- Persönlichkeit statt Floskeln
Leistungen
- kurze, klare Beschreibungen
- was Du anbietest
- welchen Nutzen das hat
Referenzen
- Bilder
- Vorher-Nachher
- echte Beispiele Deiner Arbeit
Kontakt
- Telefonnummer (klickbar!)
- Adresse
- Öffnungszeiten
Ein komplette Übersicht findet du in meinem Blog-Post „Was eine gute Unternehmenswebseite wirklich braucht – und warum weniger oft mehr ist„.
9. Wo bekommst Du gute Bilder her?
Bilder entscheiden über den ersten Eindruck.
Du hast drei Möglichkeiten:
- selbst fotografieren (mit ein bisschen Mühe völlig ausreichend)
- Stock-Fotos nutzen (z. B. Unsplash, Pexels, Adobe Stock)
- Fotograf buchen (beste Qualität, aber teurer)
Verboten:
Bilder einfach aus Google kopieren.
Das kann teuer werden.
10. Wie findet Google Deine Seite?
Kurz und direkt:
Google findet Deine Seite automatisch, sobald sie online ist.
Du kannst den Prozess beschleunigen, wenn:
- Du Deine Seite in der Search Console einträgst
- die Seite klare Texte hat
- die Struktur logisch aufgebaut ist
Detaillierte SEO-Tipps behandeln wir in einem separaten Beitrag.
11. Bevor Du loslegst
Nimm Dir zunächst ein Stück Papier und skizziere Dir die Inhalte Deiner Seite. Welche Themen sind Dir besonders wichtig? Was möchtest Du auf Deiner Seite präsentieren. Das ist die Basis, die ganz besonders wichtig ist.
Wenn Du das erledigt hast und trotzdem noch Unsicherheiten da sind, melde Dich gerne bei mir und lass uns über deine Ideen sprechen. Gerne biete ich Dir ein erstes Beratungsgespräch an. Danach kannst du entweder mit meinen Impulsen selbst weiterarbeiten oder auch gerne mit mir zusammen Deine eigene Webseite auf den Weg bringen – Du entscheidest.
Fazit: Du kannst das – und es ist einfacher, als es wirkt
Der Anfang wirkt kompliziert, weil Dir die Begriffe fremd sind.
Aber mit der richtigen Orientierung wird es deutlich einfacher.
Wenn Du nur ein kleines Unternehmen hast und Deine Inhalte selten ändern wirst, brauchst Du kein CMS und keinen komplizierten Technikstack.
Eine schlanke statische Seite oder ein einfacher Website-Baukasten reicht in vielen Fällen völlig aus.
Wichtig ist nicht die Technik – sondern:
- klare Inhalte
- gute Bilder
- eine verständliche Struktur
- und ein ehrlicher Auftritt
Noch Fragen offen geblieben?
Wenn Du Unterstützung brauchst oder nicht weißt, welche Technik am besten zu Dir passt, helfe ich Dir gerne weiter.
Pingback: Was ist eigentlich ein CMS – und wofür braucht man das als kleines Unternehmen? – Blog – thomasrohde | IT-BERATUNG
Pingback: Was eine gute Unternehmenswebseite wirklich braucht – und warum weniger oft mehr ist – Blog – thomasrohde | IT-BERATUNG